Wer bremst, verliert

Wer bremst, verliert

Die meisten Reiter wurden mindestens einmal bereits mit den Reitbahnregeln der FENA vertraut gemacht. 

 

Spätestens beim ersten Reitabzeichen wird der Reiter damit konfrontiert. Theoretisch. Umsetzung und Theorie sehen in der Regel dann doch anders aus. Daher haben wir uns einmal in verschiedenen Reitbetrieben so umgesehen und die wichtigsten Regeln noch einmal zusammengefasst.

 

Reitbahnregeln in der Praxis: 

 

1) Das Hallentor wird möglichst leise geöffnet und dann mit einem lauten Donnern zugeknallt. Es soll ja schließlich jeder wissen, dass wir da sind.

2) Grüßen wird überbewertet und könnte gegebnenfalls die Konzentration der anderen Reiter sowie deren Pferde stören.

3) Aufgestiegen wird da, wo sich das Pferd nach vielem Gezerre hinparkt. Am besten schön mittig am Hufschlag.

4) Das teuerste Pferd hat grundsätzlich immer den Hufschlag. Daher entferne niemals das Preisschild.

5) Pferde mit der neuesten Schibbi-Schabbi-Kolli haben immer Vorfahrt.

6) Logniert wird immer nur dann, wenn genug Reiter in derHalle sind. Und wenn am zweiten Zirkel ebenfalls im Kreis geschleudert wird. Und überhaupt wird dann auch nur der erste Hufschlag benutzt. Das Pferd soll sich ja nich zu sehr biegen.

7) Ordnung muss sein, den Handwechsel gibt immer der lauteste und dominanteste Reiter an.

8) Abstand halten ist nicht, schließlich muss man seine sozialen Kontakte pflegen. Auch wenn sich die Steigbügel ineinander verkeilen.

9) Wer bremst, verliert den Hufschlag. Darum gilt, der Schnellste hat immer Vorfahrt. Außer hat eine hässliche Schibbi-Schabbi. Dann, ja was dann?

10) Überholen erwünscht! Zu jeder Zeit. Man kann ja seinen Lampen austretenden Dressurcrack nicht hinter dem Puschelpony herkriechen lassen.

11) Telefonieren mit dem Handy ist nur erlaubt, wenn es dringend ist. Klingelt das Handy, ist es dringend.

12) Beim Verlassen der Bahn, das Absammeln der Pferdeäpfel delegieren. Irgendein devotes Schulkind wird sich dafür schon finden.

13) Grüßen ist sinnlos, die anderen würden eh nicht zurückgrüßen.

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