Erstes eigenes Pferd? Woran du denken solltest

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Erstes eigenes Pferd? Woran du denken solltest

Häufig wird man ja schon im Kleinkindalter vom Pferdevirus infiziert. Zumindest war es bei mir so, und ich kann mich erinnern, dass die meisten meiner Freundinnen den Eltern auch immer wegen einem eigenen Pony in den Ohren gelegen sind. Auch ich stand nach einiger Zeit vor der Frage eigenes Pferd ja oder nein. Bevor ich losgezogen bin und mir ein Pferd gekauft habe habe ich mir allerdings folgende Fragen gestellt:

 1) Kann ich mir ein Pferd leisten, ohne auf meinen bisherigen Standard zu verzichten?

Ja, ja, das liebe Geld….Ein Pferd ist nämlich alles andere als eine Wertanlage. Im Grunde genommen ist es vergleichbar mit einem Kind, mit dem Unterschied, dass du kein Kindergeld dafür bekommst. Zu allererst solltest du dir genau überlegen welche Kosten auf dich monatlich zukommen. Alleine mit den Anschaffungskosten ist es noch nicht getan.

Wenn du das Pferd in einem fremden Stall unterbringen musst, zahlst du monatlich einen gewissen Betrag an Einstellgebühr. Außerdem  kommen noch die Kosten für Hufschmied, Tierarzt, Trainer, eventuell Futter bzw. Zusatzfutter, Zubehör, Versicherung und Startgelder für Turniere (wenn du an einem teilnimmst) hinzu. Bedenke dass dein Pferd auch krank werden kann und eventuell auch eine teure Operation benötigt, daher solltest du auch immer einen größeren Geldbetrag auf der Seite haben um dir die Behandlung leisten zu können.

Zu oft habe ich bereits gehört oder gelesen dass Leute ihre Pferde nach ein paar Monaten wieder verkaufen müssen weil sie es sich nicht mehr leisten können. Für ein Pferd ist es nicht lustig immer hin und hergeschoben zu werden. Daher mein Appell an euch: Überlegt es euch wirklich gut, meistens tut es auch ein Mietpferd!

2) Faktor Zeit

Ist die finanzielle Seite geklärt, geht es  gleich weiter: Habe ich genug Zeit um mich um mein Pferd zu kümmern? Reicht 2x pro Woche?

Unterschätze den Faktor Zeit beim Reiten nicht. Bist du bislang vielleicht 2-3x pro Woche in die Reitschule gegangen, musst du damit rechnen dass das eigene Pferd deutlich mehr Zeit benötigt. Ein Pferd ist ja kein Gebrauchsgegenstand den man wegstellen kann wenn man grade keine Lust hat. Und ich rate auch davon ab von Anfang an sich mit dem Gedanken zu spielen, sich einen Mitreiter zu suchen. Klar kann es sein, dass es sich irgendwann mal ergibt, dass man aufgrund diverser Verpflichtungen zu wenig Zeit aufbringen kann- da macht ein Mitreiter durchaus Sinn. Aber wenn man gerade dabei ist sich ein Pferd zu kaufen und man weiß dass man nicht viel Zeit haben wird, wäre es dem Pferd fair gegenüber es besser zu lassen. Ein Kind will ja auch nicht permanent an eine Nanny abgegeben werden.

3) Zeit passt, Geld passt- Los geht’s!

Zu Guter letzt kannst du  schon damit beginnen eine Liste zu erstellen, welche Anforderungen du an das Pferd hast. Dabei behalte im Hinterkopf aber immer auch dein tatsächliches Können. Es macht wenig Sinn sich als Anfänger ein junges Pferd zum selber ausbilden zu kaufen. Beim Pferdekauf ist es auf jeden Fall ganz gut wenn du jemanden mit nimmst, der deinen Ausbildungsstand gut beurteilen kann und sich auch mit Pferden auskennt. Bedenke ebenfalls: wer billig kauft-zahlt drauf! Hände weg von extrem günstigen Pferden mit guter Ausbildung- solche Inserate sind meistens recht dubios und man hat meistens Ärger mit dem Billigkauf. Ein gesundes, reell ausgebildetes Pferd bekommt man leider nicht geschenkt.

In meinem nächsten Beitrag findet ihr alle Informationen zum Thema Pferdekauf, und was ihr beachten solltet.

Wie ist das bei euch? Steht ihr gerade vor der Frage ob ihr ein eigens Pferd kaufen solltet oder nicht? Wovon macht ihr die Entscheidung abhängig? Ich freue mich auf eure Erfahrungsberichte, habt ihr Anregungen- dann nur her damit.

 

 

By |2017-08-25T11:41:34+02:00Oktober 5th, 2015|Reiten|0 Comments

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