eine Geschichte über viel Mimimi, einen bösartigen Hufschmied und Stangenhalma

Grundsätzlich vermeide ich es eher über Profis im Reitsport herzuziehen, einfach weil ich vor der Leistung des jeweiligen Respekt habe und ich weiß welchen Aufwand es bedeutet wenn man im Sport weiterkommen möchte. Ich sehe diesen Artikel allerdings auch nicht als „herziehen“ oder jemanden in den Dreck ziehen. Das hat die betreffende Person, also der Herr M. schon selbst geschafft. 

Ich glaube die meisten von uns kennen die Bilder bzw. das Video welches seit kurzem im Netz kursiert. Selbst Menschen die nicht am Turnier waren, oder nicht unbedingt selbst Reiter sind, konnten durchaus beurteilen, dass der Ritt des guten Herren ziemlich ungesund ausgesehen hat. Und zwar für beide. Also das Turnier für den Herrn M. ist ja wirklich scheiße gelaufen.Der Ritt, ein echter Witz, bei dem einen nur sprachlos der Mund offen stehen bleibt vor so viel Ignoranz. Ignoranz, nämlich dem Pferd gegenüber.

Mir geht einfach nicht in den Kopf wie es sein kann, dass ein „Profireiter“ (ich weiß nicht ob man das so sagen kann)   so überhaupt kein Gespür dafür hat, wie er mit seinem Gaul durch den Parcours kommt. Bei diversen Szenen kann man echt sagen: „Distanz erkannt und reingerannt“ und zwar mit offenen Augen, wobei das konnte man leider nicht so genau erkennen. Der gesamte Parcours ein unnötiges Gezerre am Pferd, unschön anzusehen und mit Sicherheit auch keine positive Erfahrung fürs Pferd. Es würde nicht verwundern wenn das Pferd den Besitzern bald einmal was scheißt. Selbst wenn man im Training auf einem guten Weg war, was ja durchaus sein kann, aber dieser Auftritt hat das Pferd mit Sicherheit zurückgeworfen. 

Und dann kommt der Moment wo man sich denkt: „Bitte lieber Gott, lass es Hirn regnen“….anstatt kleinlaut von dannen zu ziehen, muss da schon noch ein Statement her, aber keines in dem Mann Reue zeigt. Nein, Ausflüchte, Argumente müssen gesucht werden warum es so gelaufen ist. 

Da kommt dann sowas wie das Pferd ist so schwierig und hatte so eine bewegte Vergangenheit….Mimimi. Ja, wird schon so sein. Aber ernsthaft, als Profi weiß man damit umzugehen und hat doch wohl einen Plan oder etwa nicht? Der Herr M. wird sich wohl nicht gedacht haben: „Lalala, ich setz mich halt mal drauf und schau ob’s funzt oder net“ Und nein, das interessiert doch niemanden. Als Trainer muss man doch abschätzen können ob der Gaul soweit ist oder nicht. 

So, was hätten wir denn da noch so. Ja, die körperlichen Beschwerden. Das war irgendwie witzig. Und bedenklich zugleich. Was soll uns das sagen wenn einem ein Hufschmied von hinten eins überzieht? Mit einer Keule? Nur nicht zu genau darüber nachdenken warum das wohl so war. Aber sei es drum….echt jetzt, Kopfschmerzen entschuldigen so einen grauslichen Auftritt? 

Oh, und dann wenn wirklich alle Stricke reißen holen wir noch die Neidgeschichte raus. Diese phöse phöse österreichische Neidgesellschaft. Die ist echt ein Hund. Da machen die Leute doch tatsächlich buhhhuuu weil sie auf was genau noch einmal neidisch sind?? Gut, der Herr M. hat während dem Teufelsritt wohl nicht gemerkt wie denn so die Aussenwirkung ist…aber danach? Ich meine er wird sich ja vielleicht ein Video von seinem Auftritt angesehen haben. Und dann noch die Frechheit zu haben und zu sagen dass die Buhrufe eine Sauerei sind….ja sag mal gehts noch?! Soviel zum Thema Ignoranz. Abgesehen davon bin ich auch der Meinung wenn man sich derart öffentlich präsentiert, und ein Turnier ist einfach öffentlich, dann muss man halt auch damit umgehen können wenn es scheiße läuft und wenn man mit seinem Verhalten einen Shitstorm auslöst. 

Alles in allem einfach unendlich viel Mimimi. Ziemlich erbärmlich. Ich finde es halt schade dass Mann nicht die Eier in der Hose hatte und rechtzeitig den Parcours abbricht, bevor sich sein Gaul vor lauter Verzweiflung selbst umbringt. 

Dazu ist dann nur mehr zu sagen: „Manchmal hält man einfach besser die Fresse.“