Reiten ohne Reithelm 

ein fragwürdiger Trend

In letzter Zeit lese ich wieder recht häufig in sozialen Medien von schweren Reitunfällen. Meist, liest man dabei auch, dass die verunglückte Person ohne Reithelm unterwegs war. Und dann kommen in den Maul- und Motzforen im Fratzenbuch wieder tausend Diskussionen, soll oder soll man nicht. Ist man mit 18 alt genug um ohne Helm zu reiten. Peta schreit sowieso gleich wieder Tierquäler, egal ob mit Topf oder ohne….Anyway.

Ich habe mir nun überlegt, ich schreibe mal einen Beitrag über Reithelme und deren Funktion. In Wahrheit wundere ich mich nämlich schon ein bisschen, wie viele Reiter ohne Reithelm unterwegs sind. Und zwar nicht einmal so ganz kurz zum Foto à la Ostwind-Mädchen oder Waldfee auf Pferd machen. Sondern wirklich regelmäßig, auch beim Ausreiten und so. Wobei es schon manchmal ganz witzig ist das Making off dieser Ostwind-Bilder zu beobachten. Ostwind? Kennst du? Wenn nicht….hier der Film. 

Da ich selbst schon des Öfteren gestürzt bin und mir Gehirnerschütterungen trotz Reithelm und ohne Wallakleid zugezogen habe, möchte ich mir nicht vorstellen wie das ausgesehen hätte, wäre da kein Reithelm gewesen. Der Beitrag soll übrigens nicht dazu dienen, Reiter, die ohne Helm reiten zu verteufeln. Jeder soll für sich selbst entscheiden wie wertvoll ihm sein Hirn ist. 

Unterschiedliche Motive treiben Reiter dazu, sich ohne Reithelm aufs Pferd zu setzen. Bei den einen ist es einfach die Eitelkeit, weil sie meinen, ein Reithelm sieht blöd aus, bei den anderen ist es die Selbstsicherheit ein guter und sicherer Reiter zu sein. Aber was hilft dass, wenn es den Gaul überschlägt? Er ausrutscht und auf die Schnauze fällt? Kenn ich schon, tut weh! Ja, so ein Pferd kann auch auf brettlebenen Boden in der Halle stolpern und sich überschlagen. Manchmal sind die halt ein bisserl patschert. Da kann man dann der Weltbeste Reiter sein, wie man will. Übrigens, sogar in den hohen Klassen der Dressur, entscheiden sich die meisten Reiter gegen den Zylinder und für den Reithelm. 

Was die Optik der Reithelme angeht, muss man sagen, dass diese vom Design heutzutage schon extrem ausgereift sind. Die Hersteller achten zudem nicht nur auf eine schöne Optik, sondern auch auf einen tollen Tragekomfort

Worauf du beim Kauf eines Reithelms achten solltest ist definitiv die richtige Passform. Das Ohr sollte genau in das „Dreieck“ des Kinnriemens passen. Wenn du den Helm gar nicht über den Kopf ziehen kannst, ist er auf jeden Fall zu klein. Logisch, oder? Wackelt der Helm allerdings wenn du den Kopf bewegst, dann ist er zu groß und nicht richtig für dich. Mir selbst gefallen ja die Helme von GPA sehr gut. Vor allem hast du da die Möglichkeit dir dein Helmdesign selbst zusammenzustellen. Kostet halt recht viel. Leider drücken die Helme bei mir immer irgendwo. So hab ich mich selbst für einen Casco entschieden.

Solltest du deinen Helm im Internet von internationalen Anbietern kaufen, dann achte bitte auf das TÜV Zeichen GS, auf das CE Zeichen und darauf dass er die Norm EN 1384 erfüllt.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und ein paar der feschen Töpfe rausgesucht. Calimerostyle am Pferd kann nämlich auch nichts. Sicherheit hin oder her.

ein Tipp noch: Wenn du mit deinem Helm schon mal so richtig auf den Kopf gefallen bist, oder du einen Tritt auf den Kopf bekommen hast, rate ich dir, kauf dir einen Neuen! Und nimm Abstand davon gebrauchte Helme aus dem Internet zu kaufen.